17. November 2017

Ethikkommission hält einen Atomausstieg bis 2021 für möglich

Die von der Bundesregierung eingesetzte Ethikkommission zur Energiewende kommt offensichtlich zu einem Ergebnis: Eine Wende weg von der Atomenergie scheint bis spätestens 2021 möglich zu sein. Unter der Führung des ehemaligen Bundesministers Klaus Töpfer hält die Ethikkommission einen Atom-Ausstieg und gleichzeitig eine sichere Energieversorgung innerhalb der nächsten zehn Jahre für möglich. Töpfer und seine 30 Experten empfehlen in ihrem Abschlussberichtsentwurf einen vollständigen Ausstieg aus der Kernenergie.

Ethikkommission hält einen Atomausstieg bis 2021 für möglich - © claudia Otte - Fotolia.com

Ethikkommission hält einen Atomausstieg bis 2021 für möglich - © claudia Otte - Fotolia.com

Die Empfehlung der Ethikkommission soll Ende Mai öffentlicht gemacht werden. Der Entwurf sieht wohl auch vor, dass die nach dem Supergau im japanischen Fukushima abgeschalteten, älteren Atomkraftwerke nicht wieder ans Netz gehen zu lassen. Seit dem Einsetzen des dreimonatigen Moratoriums durch die Bundesregierung sind die sieben ältesten Atommeiler Deutschlands außer Betrieb gestellt worden.

Auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und der bayerische Umweltminister Markus Söder (beide CSU) halten 2020 spätestens aber 2022 als Ausstiegstermin für machbar.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Ethikkommission nach dem Atomunfall im japanischen Fukushima Japan ins Leben gerufen. Unter Leitung des früheren Umweltministers Klaus Töpfer (CDU) soll die Kommission einen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, ökologischen und politischen Konsens zum möglichen Atomausstieg erlangen. Die Koalition aus CDU und FDP werden die Empfehlung der Ethikkommission in das Regierungskonzept für eine Energiewende einfließen lassen.

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