23. Oktober 2019

25 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl

In Tschernobyl wurde heute einem traurigen Ereignis gedacht: Vor 25 Jahren, am 26. April 1986, war Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodiert und setzte über Tage eine hohe Menge an Radioaktivität frei. Das erste Mal in der Geschichte der Atomkraft wurde ein Unfall auf der siebenstufigen internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse als katastrophaler Unfall eingeordnet.

Der Unfall erfolgte aufgrund einer fehlgeschlagenen Simulation. Die Werksleitung und Mitarbeiter des Atomkraftwerks simulierten an diesem 26. April einen vollständigen Stromausfalls. Es kam dabei zu schwerwiegendem Verstöße gegen die geltenden Sicherheitsvorschriften und damit zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg, der den Reaktor zur Explosion brachte. Bis zum 6. Mai 1986, also den ersten zehn Tage nach der Explosion, wurde eine Aktivität von mehreren Trillionen Becquerel freigesetzt. Die in die Erdatmosphäre gelangten radioaktiven Stoffe, darunter Caesium-137 mit einer Halbwertszeit von rund 30 Jahren, verstrahlten die Region nordöstlich von Tschernobyl sowie einige weitere Länder in Europa.

Der Katastrophe sollen rund 100.000 Menschen zum Opfer gefallen sein. Bis heute leiden noch immer viele Menschen unter den Folgen des Super-Gaus in Tschernobyl.

Auch der Süden Deutschlands wurde von einem radioaktiven Niederschlag betroffen. Bis heute sind dort noch Waldpilze und auch in Wäldern lebende Tiere, wie Wildschweine stark verstrahlt und dürfen teilweise nicht zum Verzehr frei gegeben werden.

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